Startseite | Stand: März 2019

Schwerpunktthema der erneut gut besuchten Sitzung der GGG-B am 20.02. war „Uterus“. Zunächst präsentierte Frau Dr. Dröge aus der Klinik für Gynäkologie der Charité Campus Virchow am Beispiel eines Vulvasarkoms eine Kasuistik zur neuen sogenannten tumoragnostischen Therapiestrategie mittels Multi-Gen-Mutationsanalyse.

Frau PD Dr. Lanowska, seit Januar Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Vivantes Klinikum am Urban in Kreuzberg, stellte dem Auditorium das Vorgehen bei Endometriumkarzinom im Frühstadium und gleichzeitig bestehendem Kinderwunsch vor. In ihrer Kasuistik legte sie anschaulich die nötigen Voraussetzungen für betroffene junge Frauen dar, die eine Verzögerung der Hysterektomie und damit den Eintritt einer Schwangerschaft möglich machen können.

Nach dem gelungenen Einstieg in das Thema präsentierte Herr Professor Ulrich, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe des Martin-Luther-Krankenhauses, die wesentlichen Aspekte der aktuellen Leitlinie zum Endometriumkarzinom. Eine wichtige Aussage war hier, dass Frauenärzte nicht durch sonographische Untersuchung nach dem Endometriumkarzinom screenen sollen, sondern der klinische Befund einer (zumeist) postmenopausalen Blutung zu weiteren diagnostischen Maßnahmen leiten muss, was die Mortalität im Vergleich zu einem sonographischen Screening nicht verschlechtere. Kritisch wurde die Durchführung eines Schnellschnittes des Hysterektomiepräparates gesehen. Häufig kann auf diese Weise keine sichere Aussage darüber gegeben werden, ob eine >50%ige Infiltration des Myometriums oder eine Zervixinfiltration vorliegt, so dass die Entscheidung zur einzeitigen Lymphonodektomie nicht sicher getroffen werden kann. Die Durchführung einer Sentinellymphonodektomie zeigt vielversprechende Daten, als Standard beim Endometriumkarzinom wird sie in den aktuellen Leitlinien aber nicht aufgenommen.

Nach Prof. Dr. Ulrichs Ausführungen zur Bedeutung der Sonographie bei der Früherkennung des Endometriumkarzinoms, zeigte Herr Dr. Lebek aus der Praxis für Pränatale Diagnostik an der Frankfurter Allee beeindruckende Befunde der 2- und 3D Sonographie des Uterus. Besonders die Abklärung von Uterusfehlbildungen gelingt durch sonographische Untersuchung auch ohne operativen Eingriff.

Zum Abschluss der Veranstaltung wies Herr Professor Henrich auf die Jubiläumsveranstaltung im Mai hin. Interessierte Mitglieder, aber auch Nicht-Mitglieder der GGG-B sind herzlich eingeladen, an der Festveranstaltung am 17. und 18.Mai teilzunehmen. Nähere Informationen folgen in Kürze.


 

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Letzte Änderung: 11.03.2019



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